Auf dem Weg zum Bio-Unternehmen der Zukunft

Zukunft hängt davon ab, was wir jetzt tun. Als Unternehmen haben wir nicht nur eine wirtschaftliche Verantwortung, sondern gleichzeitig auch eine Verantwortung für Mensch und Natur. Wir haben nur diesen einen Planeten, und es ist höchste Zeit Verantwortung für seinen Erhalt zu übernehmen und die Welt zum Positiven zu verändern. Als wir das erste Mal von B Corp gehört haben, war für uns deswegen sofort klar: Dieser Gemeinschaft möchten wir uns anschließen.

 

Das Interview

Eike Mehlhop: Während meiner Zeit in der Bio-Branche habe ich bereits viel Veränderung erlebt, was aber gleich bleibt, sind die Werte. Wir alle wollen die Welt ein bisschen besser machen und dafür brauchen wir Mitstreiter und Überzeugungstäter. Für mich spielt die Unternehmensstruktur keine Rolle, ob Bio-Pionier, inhabergeführt oder Teil einer Gesellschaft, wichtig sind die Menschen, die unsere Werte teilen. Genau das haben wir mit B Corp gefunden, hier ziehen wir alle an einem Strang.

 

Olga de Gast: Ja, genau diese Wertekultur, die wir auch im Unternehmen leben, spüren wir innerhalb der B Corps. Das macht es zum einen leichter, gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten, und zum anderen schenkt es Vertrauen. Wichtig dabei ist, dass wir alle an der nachhaltigen Zukunftsgestaltung mitwirken und an Morgen denken. Nur so schaffen wir einen Richtungswechsel in der Wirtschaft, bei dem Gewinn nicht nur auf den Umsatz bezogen wird, sondern auch auf Menschen und Umwelt.

Interview zwischen Eike und Olga

Eike Mehlhop, Geschäftsführer und Olga de Gast, Unternehmenskommunikation, im Gespräch zu B Corp.

 

Eike: Damit sprichst du einen wesentlichen Aspekt an, denn ganzheitliche Unternehmensführung ist essentiell für nachhaltiges Handeln. Auch B Corp bezieht neben ökonomischen soziale und ökologische Dimensionen in die Zertifizierung mit ein. Hierbei werden beispielsweise die Qualität der Rohwaren, die Umwelt- und Sozialverträglichkeit sowie das gesellschaftliche Handeln und soziale Engagement bewertet. Zudem zeigen wir durch unsere Projekte „Biene sucht Blüte“ oder das „Frühstück auf dem Hof“, dass wir einen weiteren Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft leisten.

 

Olga: Und dazu trägt jeder unserer Mitarbeiter seinen Anteil bei. Wenn ich bei uns durch die Büroräume laufe, spüre ich deutlich, dass jeder stolz auf den Beitrag ist, der für eine nachhaltigere Zukunft erbracht wird. Darauf kommt es an: auf die Menschen, die dem Unternehmen Geist einhauchen. Das zeigt sich selbst in ihrem privaten Engagement, mit dem sie sich für ihre Herzensthemen einsetzen. Mit dem gerade ins Leben gerufene Corporate-Volunteering-Programm fördern wir ihre gemeinnützigen Projekte außerhalb des Arbeitsumfeldes.

 

Eike: Und genau das zeichnet uns als Bio-Pionier aus, dass jedes Jahr neue Innovationen in Form von Produkten, aber auch Projekten hinzukommen. Denn es ist wichtig, dass wir uns als Arbeitgeber weiterentwickeln und auf die Bedürfnisse in der jetzigen Zeit eingehen. Dazu zählen flexible Arbeitszeiten und flache Hierarchien genauso wie ein offener Austausch, in dem jeder Experte in seinem Bereich ist und sich mit seinen Ideen einbringen kann.

 

Olga: Ich schätze den regen Wissensaustausch, der nicht nur innerhalb einer Abteilung, sondern auch übergreifend stattfindet, sehr. Gleichzeitig finde ich es wichtig, sich von Experten neues Wissen und Impulse einzuholen, indem wir uns extern weiterbilden. Allein in 2019 hat jeder unserer Mitarbeiter durchschnittlich 17 Stunden an freiwilligen Schulungen, Workshops oder Fort- und Weiterbildungen teilgenommen.

 

Eike: Auch dieser Aspekt, die Mitarbeiterweiterbildung, ist Teil der B Corp-Zertifizierung, da wir uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen wollen und als Mitglied der Bewegung zum Fortschritt beitragen möchten. Hier spielt auch der Austausch zwischen den B Corps eine große Rolle, denn das Teilen von Erfahrungen und Kenntnissen bringt uns weiter. Wir streben gemeinsam nach kontinuierlicher Verbesserung, nur so können wir etwas erreichen.